Der praktische Nutzen von Kollaborationsskripten

Was mir am Lernen in einem MOOC so unglaublich viel Spass macht, sind die AHA-Effekte. Sie kommen spontan, ohne direktes Zutun durch all die Anregungen, die man durch andere Teilnehmende bekommt. Gerade eben hatte ich mal wieder so einen AHA-Effekt.

Den Nutzen von etwas kann man am besten erkennen, wenn dieses „etwas“ nicht da ist. Warum gab es Diskussionen in den ersten zwei Wochen des ocwl11? Warum lief es noch nicht ganz rund?
Na klar…

Weil es noch kein fertig ausgearbeitetes Kollaborationsskript gibt. Wir beim Open Course Workspace Learning 2011 tasten noch im Dunkeln.

Was sind die wesentlichen Komponenten unseres Kollaborationsskripts für die zweite Session?

Lernziel:

Verstehen was Kollaborationsskripte sind und was sie bewirken.

Art der Lernaktivität:

MOOC, interaktive, spontane, mediengestützte, gemeinsame Wissenskonstruktion

Rollenverteilung:

Tja… 😉

Instruktionsart:

Durch den Kursblog, durch die Blogs der anderen Teilnehmenden (z.B. Paten) und im Gespräch mit dem Dozenten. Das ist nicht abschließend geklärt. Möglicherweise gibt es sogar wiedersprüchliche Instruktionen.

Vielleicht sollte man schreiben: Die Instruktionsart ist nicht festgelegt. Instruktionen in einem ergebnisoffenen System können von überall herkommen. Sie können nur eine Anregung darstellen. Letztlich geben sich die Lerner selbst ihre Instruktionen, weswegen ein Abgleich der unterschiedlichen Skripte von größter Bedeutung für den Erfolg des Kurses ist.

Es geht in der zweiten Session also darum, in der Gruppe eine gemeinsame Wirklichkeit durch Abgleich der unterschiedlichen vorhandenen (Selbst-)Instruktionen und der dahinterliegenden Skripte zu schaffen.

Das ist also der praktische Nutzen eines Kollaborationsskriptes: Ist es nicht da, oder gibt es unterschiedliche Skripte, führt das zu Diskussionen und man ist mehr damit beschäftigt, sich über das „wie“ „wo“ „warum“ zu unterhalten als über die Inhalte selbst. Ein allgemein akzeptiertes Skript sorgt für reibungslosen Ablauf von Kollaboration und ermöglicht die Konzentration auf Inhalte.

Sehr schön in diesem Zusammenhang und als weiterführende Info ist dieser Vortrag von Peter Kruse:

Danke @cervus

Meine Anmerkung dazu: Wertvorstellungen sind die Grundlage für Kollaborationsskripte, wenn die Wertvorstellungen auseinanderklaffen, ist eine Einigung auf von allen akzeptierte Skripte schwierig. Ich glaube aber, sie ist möglich.

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