Mit Crowdsourcing Geld verdienen

Der Internethandel boomt. Mit Paid Crowdsourcing im Internet Geld zu verdienen ist schon lange kein schnellebiger Trend mehr, sondern für Viele zum Alltag geworden. Wie funktioniert die Vergabe von Mikrojobs? Wer profitiert und wer verliert durch die neuen Regeln der Online-Arbeit?

Im Paid Crowdsourcing gibt es drei Gruppen:

Die Portalbetreiber bzw. Online-Händler:

  • Sie erhalten eine kleine Vermittlungsgebühr. Ihr Verdienst erfolgt durch die große Menge an Kaufvorgängen.
  • Die Auftraggeber:

  • Sie erhalten meist qualitativ sehr hochwertige Dienstleistung zu extrem günstigen Preisen.
  • Die Auftragnehmer:

  • Sie arbeiten für wenig Geld, meist im Nebenjob, es gibt inzwischen aber auch Arbeitnehmer, die ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht mit Paid Crowdsourcing bestreiten.
  • Bei vielen Crowdsourcing Portalen wird ein Wettbewerb der Mikroworker untereinander hergestellt. Das vom Kunden selbst festgelegte „Preisgeld“ wird an den Dienstleister gezahlt, der den Auftrag gewonnen hat. Alle anderen Teilnehmenden gehen leer aus. Viele Portale bieten zusätzlich noch eine Geld-Zurück-Garantie. Bei einigen Portalen müssen Fachkenntnisse in mehrstufigen Qualifizierungsverfahren nachgewiesen werden oder zumindest ein Kompetenzprofil ausgefüllt werden.

    Beliebt sind Tätigkeiten, die sich in kleine Einzelaufgaben aufteilen lassen und die kein umfassendes Wissen über das Unternehmen und seine Produkte bzw. Dienstleistungen erfordern.

    • Recherchetätigkeiten
    • Autorentätigkeiten
    • Übersetzungen
    • Designtätigkeiten für einzelne Medien
    • Daten- und Adresserfassung am PC
    • Digitale Empfehlungen
    • Inhalte taggen, kategorisieren, sortieren

    Der Arbeitslohn für Mikrojobs ist gering. Auf der Seite von Clickworker.com ist die Rede von ca. 9,50 Euro pro Stunde für hochqualifizierte Dienstleistungen. Bei textbroker liegen die Verdienstmöglichkeiten für Autoren in Abhängigkeit von der Textqualität zwischen 0,7 und 4 Cent pro Wort. Pro DIN A4-Seite (deren Umfang in der Regel rund 500 Wörter umfasst) liegt der Topverdienst damit bei rund 20 Euro.

    Es handelt sich beim Mikrojobbing noch um einen Käufermarkt. Leider klafft die Schere auseinander zwischen Portalbesitzern, Auftraggebern und Auftragnehmern von Mikrojobs, die für geringes Gehalt arbeiten. Während in Deutschland die Gewerkschaften noch um Arbeitnehmerrechte kämpfen, herrschen im Internet bereits ganz andere Arbeitsbedingungen vor, die hochwertige Leistung zu extrem günstigen Preisen, ohne Lohnnebenkosten und sonstigen Ansprüchen bieten. Die Frage, welche Art von Dienstleistung auf Dauer Wettbewerbsfähiger ist, sollte nicht schwer zu beantworten sein.

    Doch wie lange hält ein Europäischer Arbeitnehmer es durch, extrem viel für geringes Gehalt zu Amerikanischen Konditionen zu arbeiten? Interessant könnte eine Entwicklung werden, bei der sich durch Diversifikation unterschiedliche Qualitätsstandards ausbilden und die höhe der Löhne für Mikrojobs steigen. Denkbar wären auch Gewerkschaften für große Online-Händer, die tausende freiberufliche Auftragnehmer beschäftigen.

    Bereits jetzt gibt es Portale, die mit Incentivierungsstrategien arbeiten und virtuelle Währungen sowie Prämiensysteme einsetzen.

    Weiterführende Informationen:

    Textbroker

    http://www.textbroker.de/

    http://www.contentworld.com/

    http://www.textox.de/

    Mikrojobbing

    http://www.clickworker.com

    Globale Mikrojobbing-Marktplätze

    http://www.guru.com/

    https://www.odesk.com/

    Ortsbezogenes Mikrojobbing

    http://streetspotr.com/

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