OPCO11: Wo steigt die nächste Party?

Open Course 2011, Woche 4 (23. – 29. Mai): Gehen wir zu Dir oder zu mir? Lernumgebungen/ Personal Learning Environments.

Als „Tool-Hopping“ bezeichne ich die Bestrebung von Communities, in relativ kurzen Abständen die gemeinsam genutzten Tools zu wechseln. Der Grund: Jede neue Gruppe möchte gerne ihre eigenen Regeln selbst definieren und damit auch bestimmen, welche Tools verwendet werden. Es gibt immer wieder „Tool-Evangelisten“, die auf ein Tool schwören und bereit sind, dieses bis zum Letzten zu verteidigen. Und dann – wie sollte es auch anders sein – gibt es eine weitere Gruppe. Das sind die Kritiker, die kein gutes Haar am Objekt des Interesses lassen.

Ich kann diese teilweise recht harsch geführten Diskussionen nicht nachvollziehen. Aus meiner Sicht sind das nur Stellvertreterkriege. Es ist genau so wie bei der Kommunikation und dem Design für Unternehmen. Jeder hat eine Meinung, jeder glaubt die eigene Meinung sei die Beste und versucht sie durchzubringen. In Wirklichkeit geht es gar nicht um die Sach-Ebene sondern darum, wer es letztendlich geschafft hat sich durchzusetzen.

Meine persönliche Lernumgebung

Meine persönliche Lernumgebung

Das Prinzip PLE könnte die Lösung sein. Niemand braucht mehr diskutieren ob dieses oder jenes Tool das tollste ist. Jeder bekommt sein eigenes Tool-Potpourie. Lassen wir doch den Tool-Evangelisten ihre persönlichen Tools und wenden wir uns wieder den wirklich wichtigen Dingen zu. Eine tolle Idee, doch leider mit einem entscheidenden Haken. Einigt man sich nicht auf ein gemeinsam genutztes Tool, wird es kein einheitliches Gruppenerlebnis mehr geben. Der Gemeinschafts-Aspekt geht ein Stück weit verloren. Und wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass Web 2.0. Tools tatsächlich per se verwertbares Wissen schaffen?

Aus meiner Sicht sind all diese Tools zunächst einmal nur Mittel, um Informationen zu beschaffen. Wie dieser Vorgang vonstatten geht ist eine Sache, welche Informationen beschafft werden eine andere. Und ob dann aus den Informationen tatsächlich verwertbares Wissen generiert wird, wer kann das schon sagen? Zum Lernen gehört neben der Informationsbeschaffung die Informationsverwertung und -Reflektion. Zum Lernen gehört die persönliche Interaktion zwischen Lerner und Lehrperson. Zum Lernen gehört bereits vorab ein Ziel und eine grobe Richtung. Und zum Lernen gehört eine Community.

„Gehen wir zu Dir oder zu mir?“ Eine Zweierbeziehung reicht aus meiner Sicht für wirkliches Lernen nicht aus. Vielleicht sollte es eher heißen: „Wo steigt die nächste Party?“

Wenn jemand eine Party organisiert, dann diskutieren die Partygäste ganz sicher nicht darüber, welchen Partyraum man mietet. Sie kommen einfach und feiern mit. Denn der Partyraum ist ganz egal, wenn die Party nur Spass macht.

Meine Frage für diese Woche: Eine PLE zur individuellen Informationsbeschaffung ist sehr sinnvoll. Doch welches Meta-Tool organisiert all unsere PLE`s, damit wir unsere gesammelten Informationen zusammentragen können“? Wie schaffen wir es, aus all dem was wir im Open Course 2011 generieren, gemeinsam etwas wirklich Sinnvolles zu erschaffen – jenseits einer chaotischen Informationsssammlung? Wie wird unsere Reflektion am Ende des Kurses aussehen?

Ich werde versuchen, die gestellte Aufgabe zu unterstützen. Sie zielt aus meiner Sicht darauf ab, dass sich alle auf ein gemeinsames Tool einigen. (und es ist wirklich völlig egal, welches das ist!)

Zitat Blog Studiumdigitale

„IV. Weitere Aktivitäten:

1. Ihr Schreibtisch, eine Couch, eine Bank im Freien, vielleicht das Notebook auf dem Schoß: Fotografieren Sie Ihre liebste, produktivste, angenehmste … Lernumgebung! Wenn Sie mögen: Stellen Sie das Foto auf Flickr, der größten Online-Foto-Datenbank (http://www.flickr.com), ein. Vergessen Sie nicht, das Foto mit dem Tag des OpenCourses (opco11) zu kennzeichnen!“

Ich habe auf Flickr eine OPCO11 Gruppe angelegt:

Zur opco11 Flickr Gruppe

Ich bin gespannt, wie viele mitmachen.

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